vitra miniatures collection

bei steidten+

seit über 20 jahren bildet das vitra design museum meilensteine des möbeldesigns aus seiner sammlung in miniaturform nach. die kollektion ist zu einem destillat der geschichte des industriellen möbeldesigns gewachsen vom historismus und jugendstil über die neue sachlichkeit des bauhauses bis zum radical design, zur postmoderne und schliesslich in die gegenwart. die stühle sind massstabsgetreu auf ein sechstel verkleinert und dem historischen original bis ins kleinste konstruktions-, materialund farbgebungsdetail nachgebildet. das gilt selbst für die natürliche maserung von holz, die nachbildung von schrauben oder aufwendige handwerkliche herstellungsweisen. das macht die miniaturen zu beliebten sammelobjekten und zu gutem anschauungsmaterial für universitäten, designschulen und architekten.

gartenstuhl karl friederich schinkel, 1820 vitra miniatures collection

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gartenstuhl, 1820
karl friederich schinkel

stuhl no. 14 1859/60 thonet vitra miniatures collection

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stuhl no. 14, 1859/60
thonet

schaukelsessel No.9 kohn/thonet, 1882 vitra miniatures collection

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schaukelsessel No.9, 1882
kohn/thonet

hill house 1 charles rennie mackintosh, 1903 vitra miniatures collection

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hill house 1, 1903
charles rennie mackintosh

barrel chair frank lloyd wright 1904 vitra miniatures collection - Dieser von Frank Lloyd Wright im Jahr 1904 ursprünglich für das D. D. Martin House in Buffalo, New York entworfene Stuhl mit Kultsymbolcharakter war aufgrund seiner runden Form eine Reminiszenz an seine früheren linearen Möbelentwürfe. In seiner Urform wies er eine aufgeweitete Rückenlehne, rechteckige Stützstreben und eine runde Sitzfläche mit doppelseitigem Kissen auf. 1937 schuf Frank Lloyd Wright eine unter der Bezeichnung »Wingspread« bekannte, größere Neufassung des Barrel Chair mit gewissen Veränderungen bei der Formgebung für den Wohnsitz von Herbert F. Johnson, um das Design an die weitläufigen Räumlichkeiten und hohen Zimmerdecken anzupassen.

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barrel chair, 1904
frank lloyd wright

sitzmaschine josef hoffmann, 1905 vitra miniatures collection

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gartenstuhl, 1820
karl friederich schinkel

vitra miniatures collection rood blauwe stoel, 1918 gerrit rietveld

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rood blauwe stoel, 1918
gerrit rietveld

schaukelsessel No.9 kohn/thonet, 1882 vitra miniatures collection - Marcel Breuer gehört zu den bedeutendsten Designern der frühen Moderne. Seine Biographie ist eng mit der Geschichte des von Walter Gropius gegründeten Bauhauses verbunden. Auch der Clubsessel B3, heute als »Wassily« bekannt, entstand im Umfeld dieser berühmten Institution. Er ist das erste Sitzmöbel der Designgeschichte aus nahtlos gezogenem Präzisionsstahlrohr. Seine Transparenz und offengelegte Konstruktion sind Ausdruck einer puristischen Ästhetik, die sich nach dem Ersten Weltkrieg in Architektur und Design durchsetzte. Die massigen Polsterkörper traditioneller Clubsessel ersetzte Marcel Breuer durch eine skelettartige Konstruktion aus gebogenem Stahlrohr, die die Materialität herkömmlicher Sitzmöbel überwindet. Er nutzte die Elastizität des Materials und ergänzte sie durch eine feste Stoffbespannung aus Eisengarn für Sitz und Lehne. Den Namen »Wassily« erhielt der B3 erst Anfang der 60er Jahre, als der italienische Möbelproduzent Dino Gavina die Produktionsrechte erwarb: Marcel Breuer hatte den Sessel für das Haus des Malers Wassily Kandinsky entworfen, der von 1922 bis 1933 am Bauhaus unterrichtete.

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b3 wassily, 1925
marcel breuer

stuhl w1 mart stam, 1926 vitra miniatures collection

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stuhl w1, 1926
mart stam

mr 20 mies van der rohe, 1927 vitra miniatures collection

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mr 20, 1927
mies van der rohe

mr 90 barcelona mies van der rohe, 1929 vitra miniatures collection

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mr 90 barcelona, 1929
mies van der rohe

vitra miniatures collection standart chair prouvé 1930

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standart chair, 1930
jean prouvé

vitra miniatures collection art. 41 paimio alvar aalto 1930-31: In seinen Entwürfen verband Alvar Aalto die skandinavische Handwerkstradition und eine ausgeprägte Naturverbundenheit mit den funktionalen Ideen des Bauhauses. Dies führte zu einem Gedankenaustausch mit Marcel Breuer und beeinflusste später die Arbeit beider Designer. Den Armsessel Nr. 41 entwarf Aalto für das nach seinen Plänen erbaute und eingerichtete Sanatorium der Stadt Paimio in Finnland. Die Konstuktion ist einfach und außerordentlich effektiv, denn die eingerollten Enden von Sitz und Rücken funktionieren zugleich als Federn, die einen Sitzkomfort bieten, wie er bis dahin bei Möbeln aus Holz kaum erreicht worden war. Mit seinen wenigen, einfach zu montierenden Elementen eignete sich das Möbel zudem hervorragend zur Serienproduktion

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art. 41 paimio, 1930-31
alvar aalto

zig zag stoel gerrit thomas rietveld, 1934 vitra miniatures collection

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zig zag stoel, 1934
gerrit thomas rietveld

vitra miniatures collection landi chair hans coray, 1938

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landi chair, 1938
hans coray

jonson wax chair design frank loyd wright, 1939 vitra miniatures collection

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jonson wax chair, 1939
frank loyd wright

organic chair charles eames & eero saarinen, 1940 vitra miniatures collection

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organic chair, 1940
charles eames & eero saarinen

lcw charles & ray eames, 1945 vitra miniatures collection

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lcw, 1945
charles & ray eames

dcw charles & ray eames, 1945 vitra miniatures collection

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daw, 1945
charles & ray eames

lcm design charles & ray eames, 1945 vitra miniatures collection

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lcm, 1945
design charles & ray eames

vitra miniatures collection plywood elephant natur eames 1945

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plywood elephant natur, 1945
charles & ray eames

vitra miniatures collection taliesin west armchair, frank lloyd wright, 1946

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taliesin west armchair, 1946
frank lloyd wright

vitra miniatures collection womb chair ottoman saarinen 1948

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womb chair ottoman, 1948
eero saarinen

eames chaise design charles & ray eames, 1948 vitra miniatures collection

vitra miniatures collection
eames chaise, 1948
charles & ray eames

vitra miniatures collection rar charles & ray eames 1948

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rar, 1948
charles & ray eames

vitra miniatures collection gala franco albini 1950

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gala, 1950
franco albini

vitra miniatures collection dsw charles & ray eames, 1950

vitra miniatures collection
dsw, 1950
charles & ray eames

vitra miniatures collection dkr charles & ray eames, 1951

vitra miniatures collection
dkr, 1951
charles & ray eames

diamond chair harry bertoia, 1952 vitra miniatures collection

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diamond chair, 1952
harry bertoia

vitra miniatures collection antony jean prouvé, 1954 - Der Architekt, Ingenieur und Designer Jean Prouvé verfolgte in Architektur und Design das Ziel, über den Einsatz hochentwickelter Technologien der Metallverarbeitung zu innovativen Konstruktionen und Formen zu finden. Er war maßgeblich an der Entwicklung einer Bauweise mit vorgefertigten Leichtbauteilen in der Architektur beteiligt und griff dabei unter anderem auf Erkenntnisse aus Flugzeug- und Automobilbau zurück. In seinem 1947 gegründeten Unternehmen Ateliers Jean Prouvé ließ er neben diesen Leichtbauteilen auch eigene Möbelentwürfe produzieren. 1955 beteiligte sich Prouvé mit Unterstützung der französischen Designergruppe Union des Artistes Modernes am Wettbewerb für die Möblierung des Studentenwohnheims in Antony bei Paris. Unter Mitarbeit von Charlotte Perriand fertigte er eine exemplarische Möbelserie für die Aufenthaltsräume, die Caféterien und eine Reihe von Zimmern des Studentenwohnheims. Darunter war auch der hier gezeigte Sessel, den Prouvé in ähnlicher Form bereits 1950 für die Universität Straßburg entworfen hatte.

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antony, 1954
jean prouvé

butterfly stool sori yanagi 1954 vitra miniatures collection - Als Student hatte Sori Yanagi in den vierziger Jahren Charlotte Perriand auf deren Reisen in Japan begleitet und dabei die europäische Klassische Moderne kennengelernt. Eventuell ist daraus Yanagis Interesse an Sitzmöbeln entstanden, die in der japanischen Kultur nicht existierten. Selbst heute kommen noch viele, auch städtische Haushalte ohne jegliche Sitzmöbel aus, da man traditionell auf Tatami-Matten auf dem Boden sitzt. Vor diesem Hintergrund kann der Hocker Butterfly unter mehreren Gesichtspunkten als außergewöhnlich bezeichnet werden. Yanagi übernimmt keine bekannten westlichen Formen und verwendet gleichzeitig die von Charles und Ray Eames bekannte Technik der Sperrholzverformung für eine industrielle Herstellung. Der Aufbau des Hockers ist außerordentlich geschickt gelöst: Zwei identische Formen werden axialsymmetrisch durch zwei Schrauben unterhalb der Sitzfläche und eine verschraubte Messingstange miteinander verbunden. Daraus wird eine Form gebildet, die einerseits an die Torii (Portale) schintoistischer Schreine erinnert und somit einen fernöstlichen Ausdruck erhält, andererseits den Schwingen eines Schmetterlings ähnelt, woraus der Name resultiert. 1957 wurde der Hocker mit der Goldmedaille der Mailänder Triennale ausgezeichnet.

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butterfly stool, 1954
sori yanagi

vitra miniatures collection coconut chair, 1956 george nelson - George Nelson entwirft, entgegen der Tendenz Sitzmöbel den Bedürfnissen des menschlichen Körpers anzupassen, Sitzobjekte aus dem Formenkanon der spontanen, populären Alltagskultur. Die entscheidenden Impulse für seine Formen fand er in der Kunst der 50er Jahre. Seine zeichenhaften Statements förderten eine neue, betont lässige Art des Sitzens. Die Schale der Kokosnuss inspirierte Nelson zum Coconut Chair. Die Sitzschale besteht aus einem gebogenen Stück Aluminiumblech mit Polsterung. Das dreibeinige Untergestell aus Stahlrohr wird durch feine Querstangen stabilisiert. Es entsteht der Eindruck, das Gestell spanne die schwebende, schwungvolle Form und fixiere sie am Boden.

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coconut chair, 1956
george nelson

tulip chair eero saarinen, 1956 vitra miniatures collection

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tulip chair, 1956
eero saarinen

lounge chair and ottoman charles & ray eames, 1956 vitra miniatures collection

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lounge chair and ottoman, 1952
charles & ray eames

marshmallow sofa george nelson, 1956 vitra miniatures collection

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marshmallow sofa, 1956
george nelson

mezzadro pier castiglioni, 1957 vitra miniatures collection

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mezzadro, 1957
pier castiglioni

aluminium chair charles eames, 1958 vitra miniatures collection: Die Möbel der Indoor-Outdoor-Gruppe gehen zurück auf eine Anregung Alexander Girards und Eero Saarinens, die für das von ihnen soeben fertig gestellte Haus Irvin Millers das passende Mobiliar suchten. Girard, der sich als Architekt unter anderem für Gartenbau interessierte, beklagte, dass es wohl zeitgemäße Inneneinrichtungen gab, nicht aber ansehnliche Terrassen- oder Gartenmöbel. Diese Überlegung beschäftigte Charles Eames, bis ihm während eines Fluges die Idee zu einer Aluminium-Rahmenkonstruktion mit dazwischen gespanntem Stoff kam. Er wollte eine körperangepasste Form entwickeln, doch nicht als harte Schale, sondern als elastische Stoffbahn zwischen zwei den Körperkonturen folgenden Holmen. An den Seiten erhielt der Stoff eine Verstärkung durch einen schmalen Kunststoffstreifen, der in einer nach außen gewandten Nut steckte. Materialexperimente für die Bespannung führten später zu einem gepolsterten Sandwich-Aufbau aus zwei Lagen »Naugahide« mit einer dünnen Füllung aus Vinyl-Schaum und Vinyl-Watte, die im Abstand von 1 7/8 Zoll durch hochfrequentes Schweißen abgesteppt wurden, wodurch die Stühle und Sessel der Aluminium Group ihr heutiges Aussehen erhielten. Ursprünglich für den Außenbereich entwickelt, finden sie als die ersten in Serie hergestellten Aluminiumsessel und -stühle heute nur noch in Innenräumen Verwendung.

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aluminium chair, 1958
charles eames

heart cone chair verner panton, 1958 vitra miniatures collection

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heart cone chair, 1958
verner panton

eames stool modell a, charles & ray eames, 1960 vitra miniatures collection

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eames stool modell a, 1960
charles & ray eames

eames stool modell b, charles & ray eames, 1960 vitra miniatures collection

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eames stool modell b, 1960
charles & ray eames

eames stool modell c, charles & ray eames, 1960 vitra miniatures

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eames stool modell c, 1960
charles & ray eames

panton chair 5er set verner panton, 1959-60 vitra miniatures collection

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panton chair, 1959-60
verner panton

y chair hans wegner, 1960 vitra miniatures collection

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y chair, 1960
hans wegner

Hans J. Wegner gilt als bedeutender Erneuerer der Tradition im Möbelbau und als Initiator der dänischen Moderne. Zur Zeit seines 3-Benet Skalstol Entwurfes stellte die zweidimensionale Verformung von Schicht- und Sperrholz keine Neuheit mehr dar. Wegner führte bei diesem Modell zur Stabilisierung der Beine jedoch eine technische Raffinesse ein, indem er das schichtenverleimte Gestell an den Beinkrümmungen in zwei Stränge teilte, die sich gegenseitig im Winkel halten. In der Gestaltung und Farbgebung ließ er sich stark von der japanischen Tradition inspirieren. Das hier vorgestellte Modell existiert nur als Prototyp mit und ohne Polsterung.

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3 benet skalstol, 1960
hans j. wegner

laminated chair grete jalk, 1963 vitra miniatures collection

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laminated chair, 1963
grete jalk

karuselli yrjö kukkapuro, 1964-65 vitra miniatures collection

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karuselli, 1964-65
yrjö kukkapuro

ball chair eero aarnio, 1965 vitra miniatures collection - In seiner einfachen, prägnanten Form und der signalhaften Farbigkeit ist Eero Aarnios Ball Chair ein typisches Symbol für die optimistische, konsumorientierte Populärkultur der 60er Jahre. Auch eine zeittypische, unverhohlene Begeisterung für das Technische wird deutlich: im exponierten Kunststoff, mit dem damals ganz neu selbst komplexe Formen relativ einfach in Serie produziert werden konnten, wie auch in der dynamischen Form, die an eine Raumkapsel erinnert. Die Idee einer solchen beweglichen Kapsel als Aufenthaltsort innerhalb des Hauses nimmt aber auch schon Wohnkonzepte vorweg, wie sie in den 70er Jahren für eine junge, liberale Gesellschaft diskutiert wurden. Während die glänzend polierte Kugel nach außen futuristisch und kühl wirkt, verbirgt sich im Inneren ein abgeschirmter, gemütlicher Erlebnisraum. Geräusche von außen dringen nur sehr gedämpft ins Innere, wo man sich in vielerlei Positionen, etwa im Schneidersitz, komfortabel aufhalten kann. Dicht über dem Boden auf einen runden Metallfuß montiert, läßt sich die Kugel komplett um die eigene Achse drehen und damit der Ausblick aus der »Höhle« variieren. So steht der Ball Chair für eine besondere Kategorie häuslicher Objekte. Sie ist angesiedelt zwischen Möbel und Architektur und verkörpert Mobilität und Sesshaftigkeit zugleich.

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ball chair, 1965
eero aarnio

ribbon chair, pierre paulin, 1966 vitra miniatures collection

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ribbon chair, 1966
pierre paulin

selene vico magistrati, 1968 vitra miniatures collection

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selene, 1968
vico magistrati

garden egg peter ghyczy, 1968 vitra miniatures collection

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garden egg, 1968
peter ghyczy

la mamma, gaetano pesce 1969 vitra miniatures collection

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la mamma, 1969
gaetano pesce

bocca design studio 65, 1970 vitra miniatures collection - Der Einsatz von kaltgeschäumtem Polyurethan macht den traditionellen konstruktiven Aufbau eines Möbels überflüssig. Unter den Möbelentwürfen der Gruppe »Studio 65« ragt eine Reihe von skulpturalen Möbelobjekten hervor, die die Gestaltungsfreiheit dieses neuen Werkstoffs radikal ausnutzen. Dabei weisen die Möbel auch Stilmerkmale auf, die ihren Ursprung in der bildenden Kunst der sechziger Jahre hatten: das »Softening« eines Claes Oldenburg, die naive Stilisierung wie in Comic- und Werbezeichnungen oder die rauschhafte Überdimensionierung der Gegenstände. Neben einem Sessel in Form eines griechischen Säulenkapitells und einem babylonischen Tempel als Spielsystem für Kinder umfasste der Beitrag von Studio 65 zum »radical design« einen Sessel in Form eines weiblichen Mundes. Der Untertitel »alias Lips, alias Marylin«, den Studio 65 dem Sofa Bocca gaben, weist auf den Anlass für diesen Entwurf und seine Symbolik hin. Auch Salvador Dalí, dem die Idee für einen solchen Entwurf zugeschrieben wird, wurde von Studio 65 in diesem Zusammenhang zitiert: »Objekte mit einer Symbolfunktion lassen keinen Raum für formale Überlegungen. Sie sind nur durch die Vorstellungen jedes einzelnen von Liebe geprägt und über Formvorstellungen erhaben.«

vitra miniatures collection
bocca, 1970
design studio 65

wiggle side chair, frank o. gehry 1972, vitra miniatures collection

vitra miniatures collection
wiggle side chair, 1972
frank o. gehry

greene street chair design gaetano pesce, 1985 vitra miniatures collection

vitra miniatures collection
greene street chair, 1985
gaetano pesce

lockheed lounge, marc newson, 1986 vitra miniatures collection

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lockheed lounge, 1986
marc newson

well temered chair ron arad, 1986 vitra miniatures collection

vitra miniatures collection
well temered chair, 1986
ron arad

little beaver frank o. ghery, 1987 vitra miniatures collection

vitra miniatures collection
little beaver, 1987
frank o. ghery

big easy, ron arad, 1988 vitra miniatures collection - Miniatur nach einem Originalmodell aus der Produktion von One Off Ltd., London, hergestellt und vertrieben durch das Vitra Design Museum, Weil am Rhein/Deutschland, mit freundlicher Genehmigung von Ron Arad, London. Alle Rechte vorbehalten. 1988 und 1989 schuf Arads Londoner »One Off« Workshop eine ganze Serie von »Big Easy« Sesseln aus gebogenem, an den Kanten verschweißtem Stahlblech. Die »Big Easys« entstanden als Einzelstücke oder kleine limitierte Serien, die sich eine markante, mit aufgeblähten Armlehnen an Comics erinnernde Grundform teilten, sich jedoch über die Art der Schweißnähte und die Farbigkeit unterschieden. Im Laufe der Zeit veränderten sich die zunächst rohen, grob geschweißten »Big Easys« über farbig lackierte Varianten mit glatten Oberflächen bis hin zu eleganten Versionen aus poliertem Edelstahl. Obwohl die Möbel von Ron Arad Alltägliches variieren, wirken sie fremd und irritierend – und dies nicht nur durch die Wahl des Materials. Formal und funktional stellen sie Gewohntes in Frage. Es ist, als müsste man den Umgang mit ihnen erst erlernen. Der voluminöse Stahlkörper des »Big Easy« gleicht einem traditionellen Polstersessel und lässt sich doch nur schwer mit der Vorstellung von gemütlichem Wohnen in Verbindung bringen. Ron Arad sah ihn als Kunstobjekt an, das gleichzeitig auch funktional wenn auch nicht unbedingt praktisch sein sollte.

vitra miniatures collection
big easy, 1988
ron arad

vitra miniatures collection favela, 1991 humberto & fernando campana: Der Armlehnstuhl Favela gehört zu den markantesten Arbeiten der brasilianischen Designer Fernando und Humberto Campana. Inspirierend und namensgebend für dieses außergewöhnliche Sitzmöbel war nach Aussage des Brüderpaares die Architektur der typischen Armensiedlungen ihres Heimatlandes. Ähnlich wie die meist hüttenartigen Behausungen dort ist auch der Favela quasi aus Reststücken und Abfallmaterial zusammengenagelt und -geleimt. Für ihren zeichenhaften Stuhl nutzen die Campanas kleine, verschiedenformatige Holzstücke, wie sie als Verschnitt in jeder Tischlerei massenhaft anfallen. Mit dem Favela beweisen sie, dass auch aus vordergründig ärmlichen, wertlosen Materialien Objekte von eigentümlicher Poesie und Schönheit entstehen können. Nebenbei lotet der Favela das spannungsreiche Verhältnis von Unikat und Serieprodukt auf eine neue Art und Weise aus. Zwar ist jeder Stuhl aus dem gleichen Ausgangsmaterial und nach dem selben Bauplan hergestellt, im Detail aber behält jedes Exemplar seine Individualität.

vitra miniatures collection
favela, 1991
umberto & fernando campana

vitra miniatures collection knotted chair marcel wanders, 1996

vitra miniatures collection
knotted chair, 1996
marcel wanders

vitra miniatures collection .02 martin van severen, 1992

vitra miniatures collection
.02, 1992
martin van severen

vitra miniatures collection tom vac chair ron arad, 1999

vitra miniatures collection
little beaver, 1987
frank o. ghery

vitra miniatures collection vegetal, ronan & erwan bouroullec

vitra miniatures collection
big easy, 1988
ron arad